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CBD - Ein Cannabinoid mit Potential

Aufgrund der sich rasch in der westlichen Gesellschaft ausbreitenden Cannabiskultur ist die Wunderpflanze Hanf verstärkt in den Fokus der Forschung gelangt. Dies war lange überfällig, denn die Forschungsarbeiten wurden aufgrund der Prohibition (weltweites Verbot) viele Jahrzehnte stark vernachlässigt.

Heutzutage ist den meisten Menschen die Abkürzung THC“ (Delta 9-Tetrahydrocannabinol) bekannt. THC ist einer von vielen Wirkstoffen des Hanfs und für das „High-Gefühl“ verantwortlich. Es zählt zur Gruppe der Cannabinoide, von denen etwa 80 bis 120 verschiedene, natürlich in der Hanfpflanze vorkommen.

Dank der Erforschung von Hanf hat die Wissenschaft bahnbrechende Ergebnisse erreicht, insbesondere hinsichtlich der Wirkungsweisen verschiedener Cannabinoide auf Psyche und Körper.

Zu diesen Entdeckungen zählt vor allem die Wirkung des CBD (Cannabidiol), das neben THC am stärksten in der Pflanze vertreten ist. CBD als sogenanntes nicht-psychoaktives (nicht berauschendes) Cannabinoid sollte keinesfalls mit THC verwechselt oder gleichgestellt werden. Tatsächlich gilt es eher als Gegenspieler des THC. Oftmals wirken CBD und THC ergänzend zueinander und lösen einen gewünschten Effekt aus. In anderen Zusammenhängen spielen sie aber auch gegeneinander und halten ein gewisses Gleichgewicht. Jedes Cannabinoid für sich hat effektive Wirkungsweisen, doch in vielen Situationen kommt es besonders auf das Cannabinoid-Profil, also auf das gemeinsame Wirken aller Cannabinoide an. Dies ist zum Beispiel bei Medizinalhanf, welcher in Deutschland verschrieben werden kann und das gesamte, natürliche Spektrum an Cannabinoiden beinhaltet, der Fall.

Dennoch ist die Wirkungsweise von CBD auch isoliert oder im Zusammenspiel mit wenigen anderen Cannabinoiden nicht zu verachten. Bisher nachgewiesene Wirkungen, die CBD laut einer Vielzahl an Studien zugeschrieben werden, sind zum Beispiel die Hemmung von Nervenschmerzen und Schmerzen bei Muskelkrämpfen, sowie eine Reihe vorbeugender bzw. lindernder Effekte bei:

  • Entzündungen

  • Übelkeit

  • posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD)

  • Angstzuständen

  • Schizophrenie

  • Alkoholismus

  • Rheumatoide Arthritis

  • Epilepsie

  • Erkrankungen der Herzkranzgefäße

    Einer der großen Erfolge der frühen Cannabinoid-Forschung ist die Erkenntnis, dass alle Säugetiere und sogar Vögel und Fische über ein körpereigenes Endocannabinoidsystem verfügen, das mittels Rezeptoren auf Cannabinoide reagiert. Vereinfacht gesagt können Cannabinoide fast überall bei uns im Körper Reaktionen auslösen, die aus medizinischer, physiologischer, psychischer sowie bewusstseinserweiternder und spiritueller Sicht interessant sind. Genau dieser Aspekt macht eine weitere, umfangreiche Cannabinoid-Forschung so elementar und spannend für unsere Gesellschaft und für die Gesundheit des einzelnen Menschen.

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